Die Lübarser Dorfkirche wurde in den Jahren 1790 bis 1794 erbaut.

Der Vorgängerbau, eine wahrscheinlich strohgedeckte Fachwerkkirche, war 1790 bei einem großen Dorfbrand in Flammen aufgegangen.

Im Kircheninnern fällt sofort der prächtige barocke Kanzelaltar auf. Dieser reich geschmückte Altar hatte ursprünglich einen anderen Standort: König Friedrich Wilhelm I. hatte ihn für die Getraudenkirche am Spittelmarkt gestiftet. Diese Kirche wurde bereits 1881 abgerissen, der Altar hatte wechselnde Standorte, bevor er in den 1950er Jahren nach Lübars kam. Weil er für den Innenraum der Dorfkirche eigentlich zu groß ist, mussten einige Änderungen vorgenommen werden. So sind jetzt die Putten recht und links neben dem Altar angebracht und befinden sich nicht mehr auf den Säulen, die rechts und links neben dem Altar angebracht sind.

Die einmanualige Orgel der Dorfkirche mit über 900 Orgelpfeifen stammt ebenfalls aus den 1950er Jahren (Orgelbaufirma Karl Schuke).

Der Taufstein wurde aus einem Lübarsr Findling geschnitten und nimmt seit 1967 die Taufschale auf.

Zur 750-Jahrfeier des Dorfes Lübars - 1247 wurde es erstmalig urkundlich erwähnt -  entstand im Jahr 1997 die zweiflüglige schmiedeeiserne Tür, die den Blick auf das Kircheninnere freigibt. Gebaut und gestiftet wurde sie von Martin Lother, einem Gemeindemitglied.

Auf dem Kirchhof, der die Dorfkirche umgibt, stehen noch einige historische Grabsteine sowie ein Maulbeerbaum, der einzige überlebende Baum aus der Zeit Friedrichs des Großen, der die Pflanzung von Maulbeerbäumen für die Seidenraupenzucht großflächig anordnete.


 

Das Gemeindehaus am Zabel-Krüger-Damm wurde in den 1940er Jahren erbaut, gemeinsam mit den umgebenden Siedlungshäusern.
Hier befindet sich das Gemeindebüro der Kirchengemeinde.

Das Gemeindehaus hat einen wunderschönen Kirchsaal, der durch seine freiliegenden Balken an das Innere eines großen Stalls erinnert. In seiner schönen Atmosphäre findet denn auch Jahr für Jahr das Lübarser Krippenspiel am Heiligen Abend statt.
Auf der Empore steht eine der letzten original erhaltenen Multiplex-Orgeln der Orgelbaufirma W. Sauer aus Frankfurt/Oder, ebenfalls aus den 1940er Jahren.

 

 

 

 

 

 


 

Das 1974 erbaute Pfarrhaus am historischen Dorfanger bietet Platz für die Dienstwohnungen der Pfarrerin und des Haus- und Kirchwarts. Des Weiteren gibt es zwei Räume, die für Gemeindeveranstaltungen genutzt werden, ebenso wie der dazugehörige Pfarrgarten.

 

 

 

 

 

 

 


Fotos: Sylvia Steinbach-Heldt